MathisZwick2001
Muda Mathis und Sus Zwick, Margarethenpark Basel, im Rahmen des Projektes Helle Nächte,






Die Performance findet nachts im St. Margarethen Park statt. Die Parkanlage ist die Kulisse für die Geschichte der Heiligen Ursula und ihrer 11ʻ000 Jungfrauen. Filmsound, Text und Geräusche kommen aus Audioboxen, die im Park verteilt sind.
Grünes und rotes Schweinwerferlicht erhellt rhythmisch, flutend Büsche und Bäume und verwandelt die Umgebung in ein bizarres Filmset. 21 PerformerInnen hausen im Wäldchen: hinter Ästen, in Bodenmulden, auf Bäumen, ganz im Schutze der Dunkelheit. Das Publikum geht, geführt durch die angelegten Wege des Parks ins mysteriöse Ungewisse, gelockt durch Licht und Sound. Plötzlich werden die einzelnen PerformerInnen erhellt, um gleich wieder in der Dunkelheit zu verschwinden, sie treiben „Kurzweil“ und vollführen abstruse Tätigkeiten in grotesk - jungfräulichen Kostümen. Im ganzen Park blitzen Lichter auf, die die Handlungen sichtbar machen. Die Tier- und Naturgeräusche aus den verschiedenen Audioboxen werden durch Pauken-Trompeten- Sound, sowie sinfonischen Musikfetzen abgelöst. Die fragmentarisch rezitierte Geschichte nähert sich dem Höhepunkt und dem Ende: dem blutigen Martyrium, dem Gemetzel der 11000 Jungfrauen durch die Hunnen. Stille kehrt ein. Von weitem hört man ein Glöcklein bimmeln. Es ist das Margarethenkirchlein das ruft. Die gemetzelten Jungfrauen, tot aber glücklich, schreiten heilig den Hügel hinauf zur Kirche.
PerformerInnen: Gian-Cosimo Bove, Nicole Cavin, Martina Gmür, Gisela Hochueli, Barbara Loreck, Irene Maag,Fränzi Madörin, Barbara Naegelin, Christoph Oertli, Chris Regn, Gabriele Rerat, Hagar Schmidhalter, Anna Schürch, Cornelia Staffelbacher, Judith
Spiess, Chen Tan, Heiner Vogelsanger, Franziska Wüsten, Bena Zemp.